Zwischen Erzgebirge und Vogtland: Ebersbrunn – Burg Schönfels – Stenn


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorf- und Feldwegwandern in Westsachsen: Vom Bahnhof Ebersbrunn zur Burg Schönfels und weiter zum Bahnhof Stenn sind es knapp zehn Kilometer in leicht hügeliger Landschaft.

In Ebersbrunn entspringt die Pleiße, ein Nebenfluss der Weißen Elster. Der Quellteich befindet sich wenige Meter von der Hauptstraße entfernt und ist im Ort herzig ausgeschildert. Auf dem Weg dorthin kann man sich in der Bäckerei Kunze verproviantieren. Die hat sogar eine eigene Bushaltestelle: Ebersbrunn, Bäckerei.



 

 

 

 

 

 

 

Ebersbrunn sieht heute noch ähnlich aus wie auf der oben abgebildeten, wohl um 1900 erschienenen Ansichtskarte. Sogar manche Geräteschuppen sind hier Fachwerkhäuseln. 

Auf einem Feldweg bin ich sodann zum gut ausgebauten Radweg in Richtung Schönfels spaziert, der sich auch als Wanderweg eignet.



 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Schlenker durchs Dorf Neuschönfels gibt es die ersten Ausblicke zur Burg Schönfels.

Die Orte in dieser Gegend sind typische westsächsische Dörfer. Hier ist kaum etwas fancy. Dafür gibt es Bauerngüter und Fachwerk, Gärten und Carports, alte und neue Einfamilienhäuser, hier und da auch ein verfallendes Gebäude. Auf Transparenten an Gartenzäunen wird sich über irgendwas beschwert, derzeit über Windräder.



 

 

 

 

 

 

 

 

An der Neumarker Straße in Schönfels habe ich eine der in Sachsen häufigen Postmeilensäulen aus der Zeit Augusts des Starken entdeckt. Sie ist auch auf der oben verlinkten Wanderkarte eingezeichnet. Ein paar Meter unterhalb spiegeln sich Burg und Fachwerk im Gondelteich.

Burg Schönfels wurde ab dem 12. Jh. auf einem Felssporn erbaut und beherbergt heute ein Museum und eine Gaststätte. Da ich außerhalb der Burgöffnungszeiten in Schönfels war, habe ich mir die Burg für einen gesonderten Ausflug vorgemerkt.



 

 


 

 

 

 

 

Vom Schönfelser Ortsrand aus führt ein Schleichweg übers Feld und durch ein kleines Gehölz nach Stenn. Gerade blühten Birken, Mirabellen und Schlehen, dass es so richtig nach Ostern aussah. 

Kurz vorm Bahnhof Stenn öffnet sich der Blick auf den Ort mit seinen Bauerngütern und der Auferstehungskirche.




 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bahnhof Stenn besteht zwar nur aus einem Wartehäusel und einem Gleis am Feld, aber hier hält alle Stunde ein Zug ins acht Minuten entfernte Zwickau. In die Gegenrichtung geht es weiter ins Vogtland und nach Tschechien.

Beim Vogtland denke ich zuerst an Bambes, den vogtländischen Kartoffelpuffer mit Buttermilch. Rezepte für Bambes und für einige andere vogtländische Gerichte sind auf der Webseite des Vogtlandkreises versammelt. 

Wer einen genaueren Eindruck von Landschaften und Ortschaften des Vogtlandes wünscht, dem empfehle ich die Text-Bild-Bände "Wunderschönes Vogtland" und "Vogtland. Zauber einer Landschaft", beide aus dem Chemnitzer Verlag. (Werbung in diesem Beitrag ist unbezahlt.)

Kommentare