Auf der SaaleHorizontale durchs Tal der Winterlinge


 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rautal bei Jena blühen im zeitigen Frühjahr etwa 1,6 Millionen Winterlinge auf fünf Hektar Fläche; das ist das größte mitteleuropäische Vorkommen dieser Pflanze. Der SaaleHorizontale-Wanderweg führt genau durch dieses Biotop hindurch. Von Jena-Zwätzen durchs Rautal zum Bahnhof Jena West sind es zehn Kilometer. Wer nur die Winterlinge besuchen möchte, kann von Closewitz aus etwa einen Kilometer in den Wald spazieren. 

Zwätzen am Stadtrand von Jena ist dörflichen Charakters, hat aber einen Bahnhof und eine Straßenbahnhaltestelle. Nach einigen hundert Metern Wegs hatte ich Zwätzen bereits durchquert und stand zwischen Feld, Wald und Weinberg. Der Weinberg auf dem übernächsten Bild ist der Käuzchenberg.



 

 

 

 

 

 

 

 

Die sehr gut ausgeschilderte SaaleHorizontale führt auf den langgestreckten Muschelkalkbergen um Jena und Dornburg herum. Teilweise verläuft sie wie hier durch schöne Laubwälder. Nicht lange, und ich war bei den Winterlingen angekommen. Obwohl ich an einem Montagmittag wanderte, war viel Volk unterwegs, das ebenfalls die Winterlinge würdigen wollte. Die gelben Pünktchen auf dem Waldboden sind lauter Winterlingblüten.





 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging ich auf der SaaleHorizontale in Richtung Napoleonstein und Landgrafen. Kaum hatte ich das Tal der Winterlinge verlassen, gab es bei Closewitz schon wieder andere Botanik zu sehen, z.B. Samenstände der Waldrebe und ein großes Märzenbecher-Vorkommen.



 

 

 

 

 

 

 

 

Das Märzenbecher-Wäldchen ist der Eingang zum Windknollen, einer Hochebene bei Jena. Hier oben herrscht Prärieklima. Das langgestreckte Plateau ist bewachsen vorwiegend von Gräsern, einzelnen Rosenbüschen und an den sog. Himmelsteichen auch einigen Weiden. Die Himmelsteiche sind große Pfützen, die sich nach der Schneeschmelze und nach Regenfällen bilden.


 

 

 

 

 

 

 

 

Am Napoleonstein am südwestlichen Ende des Windknollens sind oftmals Ausfügler und Jogger unterwegs. Von dort hat man schon einen hübschen Ausblick auf Jena. Ein weiterer Aussichtspunkt, an dem ich vorbeikam, ist der Landgrafen, ein Nebengipfel mit Berggaststätte und Aussichtsturm im Wald zwischen Napoleonstein und Jena.




 

 

 

 

 

 

 

 

Knapp unterhalb des Landgrafens führt eine lange Treppe, der Landgrafenstieg, bergab in die Innenstadt. Die Häufigkeit von Zeugnissen studentischen Humors nimmt nun stetig zu, während man zwischen den Villen der Zeiss- und Schott-Abteilungsleiter in die sozial- und geisteswissenschaftlich dominierten Jenenser Quartiere hinabsteigt.



 

 

 

 

 

 

 

 

Zur SaaleHorizontale sind auf diesem Blog bereits einige Beiträge erschienen.

Eine Einführung in die Thüringer Pflanzen- und Tierwelt hat der NABU zusammengestellt.

Und Bewegtbild-Eindrücke von der SaaleHorizontale (mit Winterlingen!) gibt es auf dem YouTube-Kanal Trittsicher. (Werbung unbezahlt.)

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