Zabeltitz im Schlösserland Sachsen


 

 

 

 

 

 

 

 

Sachsenland ist Schlösserland. Da kommt es schon mal vor, dass ein Dorf mit tausend Einwohnern zwei Schlösser und einen barocken Park hat. So ist das in Zabeltitz, ca. 25 km nördlich von Meißen. Auf einem 5 km langen Spaziergang habe ich mir den Ort und seine Schlossanlage besehen.

Für meinen Ausflug hatte ich einen sonnigen, warmen Frühherbsttag erwischt. Am Ortsrand begrüßte mich ein blühendes und duftendes Bienenfreund-Feld, und die Hauptstraße war gesäumt von Fachwerk und Rosen.



 

 

 

 

 

 

 

 

In der Bäckerei Haase habe ich mich mit Semmeln und einem Stück Eierschecke verproviantiert. Auf so einem anstrengenden Spaziergang bekommt man ja leicht einen Hungerast, wie wir Sportler sagen. Mein Weg zum Barockschloss führte mich sodann am Bauernmuseum vorbei, das aber gerade Mittagsruhe hielt und deshalb ein andermal besucht wird.


 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen Barockschloss und Kirche befindet sich ein Sortengarten: eine mit Apfelbäumen verschiedener Sorten akkurat bepflanzte Wiese, die gut ins Dorf und zum ebenfalls akkurat angelegten Park hinterm Barockschloss passt. Dass an der Stelle dieses Schlosses einst eine Wasserburg stand, lässt sich noch an den Wassergräben am Schloss erahnen.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Park besteht aus Teichen, kleinen Brücken, Wassergräben, Springbrunnen, kubisch geschnittenen Hecken, barocken Statuen und Teichen mit Schwanenhäuschen. Für ihn werden manchmal Führungen angeboten. An den Parkwegen werden auf Infotafeln Zabeltitzer Persönlichkeiten vorgestellt, z.B. Maria Elisabeth Apollonia Kasimira Franziska Xaveria, oder wie ihre Freunde vertraulich sagten: Maria Elisabeth von Sachsen. 




 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Hälfte meiner Runde durch den Park führt am Alten Zabeltitzer Schloss von 1588 vorbei, einem bedeutenden Zeugnis der Sächsischen Renaissance. Die beiden Schlösser sind keine Museen, sondern sie werden als Ärztehaus, Standesamt und Veranstaltungsort genutzt. Für das Barockschloss bietet die  Touristinformation Gästeführungen an, während das Renaissanceschloss nicht öffentlich zugänglich ist. Für Schlösserbesichtigungen fehlt mir aber meistens eh der Nerv, deshalb hat mich das nicht gestört. Auf dem Rückweg zum Bahnhof kam ich noch einmal am Bienenfreund-Feld vorbei.


 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

Zabeltitz ist der nordwestlichste Punkt einer Gegend, die als Dresdner Heidebogen bezeichnet wird. Dort gibt es noch mehr Schlösser und Parks, z.B. in Schönfeld, außerdem ein Bibelland mit Bibelgarten, die Rhododendrengärtnerei Grüngräbchen und den Hutberg bei Kamenz mit Turm, Gasthaus, Freilichtbühne und Bergpark. Hinter Dresden ist also durchaus noch mehr Sachsen!

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